Über uns


Pressemitteilungen

Pressemitteilung

Klinikum Esslingen gestaltet seine Zukunft – für die Patienten

Nach der eindeutigen Entscheidung des Esslinger Gemeinderates vom 2. Mai 2016, das Klinikum Esslingen in alleiniger kommunaler Trägerschaft weiterzuführen, beginnen die Verantwortlichen im Klinikum nun die Umsetzung der in der Strategie 2020 zusammengefassten Planungen zur Weiterentwicklung des Hauses.

„Das Klinikum Esslingen zeigt seit vielen Jahren seine hohe Leistungsfähigkeit und erreicht ausgezeichnete, positive Betriebsergebnisse, die in Baden-Württemberg ihresgleichen suchen. Wir alle sind dem Gemeinderat für sein klares Votum und das damit verbundene Vertrauen in unsere Leistung dankbar. Dies stärkt uns den Rücken für die Fortsetzung unseres erfolgreich eingeschlagenen Wegs in die Zukunft“, dankt Bernd Sieber, Geschäftsführer des Klinikums Esslingen, den städtischen Gremien.

Die Stadt Esslingen, allen voran Finanzbürgermeister Ingo Rust, und das Klinikum Esslingen waren in den vergangenen Monaten mit der inhaltlichen Aufbereitung der Entscheidungsgrundlagen befasst. „Wir haben im Vorfeld umfassend die finanziellen Rahmenbedingungen im Krankenhauswesen, die wirtschaftliche Situation des Hauses sowie Weiterentwicklungsmöglichkeiten bewertet und sind davon überzeugt, dass das Haus in kommunaler Trägerschaft eine sichere und gute Zukunft hat“, betont Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Jürgen Zieger.

Diese Zukunft sieht Geschäftsführer Bernd Sieber in der konsequenten, sinnvollen Weiterentwicklung des medizinischen Angebots und der dafür benötigten Großgeräte und Räumlichkeiten. Bereits in der Vergangenheit hat das Klinikum Esslingen stets in eine ausgezeichnete Patientenversorgung investiert und die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verloren. So wurde zum Beispiel die hohe onkologische Expertise am Klinikum Esslingen im Jahr 2009 durch die Strahlentherapie ergänzt. Für chirurgische Patienten wurde eine moderne interdisziplinäre Wahlleistungsstation mit 1- und 2-Bett-Zimmern geschaffen, ebenso wurde die Geburtshilfe räumlich neu konzeptioniert; dies umfasste den Kreißsaal wie auch die Wochenstation. Ein weiterer großer Baustein war die Inbetriebnahme der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie; hier ist der Bedarf im Landkreis Esslingen weiterhin sehr hoch. Unter den zahlreichen Beispielen findet sich auch die Bereiche der großen und hochmodernen Kardiologie des Hauses, so zum Beispiel das Mitral-Clipping oder, zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, die Elektrophysiologie. „Mit der 3D-Endoskopie beschreiten die chirurgischen Fächer einen qualitativen Sprung in der minimalinvasiven Chirurgie. Diese hochmoderne Methode lässt ein noch präziseres Arbeiten zu und sorgt damit für noch höhere Patientensicherheit“, zeigt sich Sieber stolz.

„Bei der Nachbesetzung von Chefarztpositionen kann das Klinikum aus einem hervorragenden Bewerberfeld wählen, wie jüngst in der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie mit Herrn Prof. Dr. med. Matthias Reinhard vom Universitätsklinikum Freiburg oder mit Herrn PD Dr. Dirk Bottke vom Universitätsklinikum Ulm für die ärztliche Leitung der Strahlentherapie. Auch die hohen Qualifikationen der ärztlichen und pflegerischen Führungskräfte in unserem Haus sind Beleg für unsere hohe medizinische Expertise“, so Sieber.

Hier zeigt sich, dass das Klinikum Esslingen Wert auf Qualität legt, die direkt beim Patienten ankommt, und  sieht sich in seiner Rolle als Zentralversorger im Landkreis Esslingen bestätigt. Die hohe medizinische Kompetenz zeigt sich auch in zahlreichen Zertifizierungen mit sehr positiven Rückmeldungen der Auditoren und kumuliert in einem hervorragenden neunten Platz bei der Bewertung der baden-württembergischen Krankenhäuser durch das Nachrichtenmagazin Focus.

Auch wirtschaftlich ist das Klinikum Esslingen trotz der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser gut aufgestellt. Das Betriebsergebnis des Hauses ist seit Jahren deutlich positiv.  Die Jahresverluste des Klinikums Esslingen sind im baden-württembergischen Vergleich niedrig und beinhalten vergleichsweise geringe Zuführungen durch den Träger, die Stadt Esslingen. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten das Selbstverständnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Esslingen und moderne Managementmethoden, die das Know-How privater Klinikbetreiber mit den Voraussetzungen für eine hochqualitative Patientenversorgung verbinden.

So begann Ende 2014 ein breit angelegter Strategieprozess, in den bis zu 80 Führungskräfte des Hauses eingebunden wurden. Die dabei entwickelten Ziele wurden im Juli 2015 in der Strategie 2020 zusammengefasst und fanden so Eingang in die Zukunftsgestaltung des Hauses. „Wir sind stolz darauf, wie engagiert die Beteiligten sich in die Erarbeitung der Strategie 2020 eingebracht haben. Wichtig war uns allen, dass wir unseren bisherigen Weg konsequent fortsetzen und weiterhin eine hochqualitative und hochmoderne Patientenversorgung anbieten, ohne dabei horrende Defizite aufzubauen. Da fühlen wir uns auch unserem Träger, der Stadt Esslingen, und den Esslinger Bürgern gegenüber in der Pflicht, die sich mit dem Ausgleich teurer Fehlentscheidungen schwerer tun als so manch anderer Krankenhausträger.“

In der Strategie 2020 legt das Klinikum Esslingen Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Hauses für Patienten, für Mitarbeiter und für Einweiser fest. Die Qualität in Medizin und Pflege und insbesondere die Patientensicherheit spielen dabei eine herausragende Rolle. Dabei müssen aber auch wirtschaftliche und Nachhaltigkeitsaspekte angemessen Berücksichtigung finden. Die Attraktivität des Hauses für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt es aufrechtzuerhalten und auszubauen. Die Fortsetzung der städtischen Trägerschaft ist hierbei sicherlich ein wichtiger Baustein. Schließlich sind unsere Kooperationspartner, insbesondere auch die niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie die Erhöhung des Patientenkomforts in Bereichen, die der Sanierung bedürfen, wichtige Elemente der Strategie 2020.

Die medizinische Konzeption ist dabei eng verbunden mit der Großgeräteplanung und der Schaffung der benötigten Räumlichkeiten. Ein Schwerpunkt der Weiterentwicklung liegt dabei in der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie. Hier hat das Klinikum Esslingen bereits die Sanierung der Schlaganfalleinheit, der Stroke Unit, begonnen und befindet sich im Gespräch mit dem Sozialministerium, um die Kapazitäten auszubauen. „Es freut uns, dass die räumliche Unterbringung auf den neuesten Stand gebracht wird und damit der Versorgung von Schlaganfallpatienten auf höchstem Niveau nachzieht. Außerdem bringt der neue Chefarzt, Herr Prof. Reinhard, noch viele Neuerungen im Leistungsspektrum ein“, freut sich der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Zieger. Damit verbunden ist mittelfristig eine vollständige Sanierung des Hauses 2, in dem die Patientenunterbringung nicht mehr den aktuellen Standards entspricht. „Wir planen hier eine Umstellung auf 1- und 2-Bett-Zimmer mit integrierten Nasszellen. Dies wollen wir Zug um Zug in den verschiedenen Etagen des Hauses und entsprechend unserer finanziellen Möglichkeiten umsetzen“, erläutert Sieber.

Eine bauliche Erneuerung und Erweiterung soll den Patienten der Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit eher längeren stationären Aufenthalten zugutekommen. Für die in 2015 in Betrieb genommene stationäre Kinder- und Jugendpsychiatrie wird ebenfalls eine Erweiterung angestrebt. „Die vollständige Auslastung unserer Kapazitäten, die bestehenden Wartezeiten bzw. die hohe Nachfrage haben uns veranlasst, bereits Gespräche mit dem Sozialministerium zu führen“, berichtet Sieber.

Mit höherem Komfort dürfen auch Patientinnen und Patienten der internistischen Bereiche wie der Kardiologie und der Gastroenterologie rechnen. Geplant ist eine Bettenerhöhung, da mit den hohen Patientenzahlen zunehmend die Kapazitätsgrenzen der Bereiche erreicht werden. Außerdem sollen die guten Erfahrungen mit der interdisziplinären chirurgischen Wahlleistungsstation auf eine internistische Wahlleistungsstation übertragen werden, um auch internistischen Patienten eine Unterbringung in 1- und 2-Bett-Zimmern anbieten zu können.

Die sehr erfolgreiche Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit einem herausragenden Angebot in der onkologischen Gynäkologie und rund 1.800 Geburten pro Jahr soll mehr Platz erhalten. „Die wohnortnahe und gute Versorgung von Frühchen ist im Perinatalzentrum Level I des Klinikums sichergestellt. Immer mehr Eltern legen Wert darauf, dass die Frühchenversorgung im Bedarfsfall gewährleistet ist und wählen daher eine Klinik mit dem vollständigen Leistungsspektrum aus“, ergänzt Krankenhausbürgermeister Rust.

„Bestandteil der Strategie 2020 und zugleich Voraussetzung für deren Umsetzung sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der aktuellen Entscheidung der Stadt Esslingen verfügen wir über einen verlässlichen Träger und können nun die Umsetzung der Strategie 2020 vorantreiben. Unsere hohe Attraktivität als Arbeitgeber ist dabei fester Bestandteil, weil wir überzeugt davon sind, dass die Patienten hiervon am allermeisten profitieren“, so Bernd Sieber.