Klinik für
Gefäß- und Thoraxchirurgie

Gefäßchirurgie
Periphere arterielle Durchblutungsstörungen

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (AVK), auch Schaufensterkrankheit genannt, ist eine häufige Erkrankung, die in unserem Gefäßzentrum behandelt wird. Betroffen sind ganz überwiegend Menschen jenseits des 50. Lebensjahres, Männer etwas häufiger als Frauen.

Das Hauptmerkmal dieses Krankheitsbildes ist die langsam und über Jahre hinweg zunehmende Einengung der Schlagadern, welche die Beine versorgen („Arterienverkalkung”). Hierdurch kommt es zu einer nicht mehr ausreichenden Blutversorgung der Beine, was sich zunächst nur unter Belastung, also beim (Bergauf-) Gehen nach einer bestimmten Gehstrecke durch eine schmerzhafte Verkrampfung der Beinmuskulatur (z.B. in der Wade) bemerkbar macht. Kurzes Stehenbleiben („vor dem Schaufenster“) bessert die Beschwerden, die aber regelmäßig nach entsprechender Belastung wiederkehren. Bei weiterem Fortschreiten der Krankheit verkürzt sich zunächst die Gehstrecke, bis später auch Ruheschmerzen auftreten. In diesem Stadium hat sich die Blutversorgung soweit verschlechtert, dass nun das Bein gefährdet ist. Die betroffenen Patienten lassen nachts das Bein aus dem Bett hängen oder schlafen im Sitzen, um eine Besserung der Beschwerden zu erreichen. Vermindert sich die Blutversorgung noch weiter, so beginnt der Gewebeuntergang, das Bein stirbt ab („schwarze Zehen“). Nun ist zunehmend auch das Leben des Patienten in Gefahr, da sich sehr leicht Infektionen bilden können, die wegen der schlechten Blutversorgung vom Körper nicht beherrscht werden können. In diesem Stadium ist eine Amputation unvermeidbar geworden.