Klinik für
Gefäß- und Thoraxchirurgie

Gefäßchirurgie
Aneurysmen der abdominellen und thorakalen Aorta

Prof. Dr. Florian Liewald

Die Hauptschlagader wird grundsätzlich unterteilt in einen Abschnitt der Brustschlagader (thorakale Aorta) und Bauchschlagader (abdominelle Aorta). Unter einem Aneurysma versteht man eine Erweiterung einer Schlagader, welche bei zunehmendem Durchmesser einreißen kann (Ruptur) und zu einer inneren Verblutung führen kann. Auch können sich innerhalb des Aneurysmasackes Blutgerinnsel (Thromben) bilden, die zu Gefäßverschlüssen in Beinen, Armen, Bauchorganen etc. führen können.

Ursache eines thorakalen Aortenaneurysmas können Arteriosklerose, Bluthochdruck sowie Entzündungsprozesse der Gefäßwand sein. Auch Verletzungen des Brustkorbes können plötzlich (akut) oder selbst nach mehreren Jahren (chronisch) zu einem thorakalen Aortenaneurysma führen. Eine Sonderform stellt die Aortendissektion dar, bei der es zu einem Einriss in die Innenschicht der Hauptschlagader kommt und sich das Blut zwischen den verschiedenen Schichten der Aortenwand durchwühlt.

Im Frühstadium finden sich häufig keinerlei Beschwerden. Durch Größenzunahme des Aortenaneurysmas kann es jedoch zu Brustschmerzen, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Lähmungen der Beine sowie zu Organausfällen der Niere und der Bauchorgane kommen. Reißt die Hauptschlagader ein, so dass sich Blut in den Brustraum entleert, führt dies zu einem Schockzustand des Patienten.