Ab sofort besteht am Klinikum Esslingen die Möglichkeit, adipositaschirurgische Operationen durchführen zu lassen. Krankhaftes Übergewicht hat erhebliche Folgen für den Erkrankten und für die Gesellschaft. Adipositaschirurgische Maßnahmen tragen dazu bei, daß die Sterblichkeit vermindert wird und daß insbesondere der Diabetes mellitus meßbar verbessert wird. Es existiert eine S3-Leitlinie, in der die Indikationen für adipositaschirurgische Operationen detailliert beschrieben sind.
Vor einer Operation muß folgendes geklärt sein:
1. Vorstellung in der Adipositassprechstunde (montags 13.30h in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Klinikum Esslingen, Anmeldung über Tel. 0711 3103-2601)
2. Nachweis über ernsthafte Bemühungen, durch Eigeninitiative unter professioneller Unterstützung eine Gewichtsabnahme zu erzielen (z.B. zertifizierte Ernährungsberatungen, begleitete Gewichtsreduktionsprogramme, Selbsthilfegruppe)
3. Kostenübernahme durch die Krankenkasse (hierbei kann das Klinikum unterstützen)
4. Bereitschaft zur Teilnahme an einem vorbereitenden Patientenseminar vor der Operation und an einem Nachsorgeprogramm nach der Operation
5. Es liegt ein BMI über 35 kg/m2 oder über 30 kg/m2 mit erheblichen adipositasbedingten Begleiterkrankungen vor
Folgende Maßnahmen werden nach ausführlicher Aufklärung angeboten:
Magenballon: Eine Überbrückungsmaßnahme, bei der über eine Magenspiegelung ein Ballon in den Magen eingebracht wird, um eine Gewichtsabnahme zu erzielen. Mit dieser Maßnahme kann bei extremem Übergewicht und sehr hohem Operationsrisiko eine erste Gewichtsreduktion erreicht werden, danach kann eine operative Maßnahme angeschlossen werden.
Magenband: Ein Kunststoffband, das durch einen operativen Eingriff um den Mageneingang gelegt wird. Von außen kann dieses Band über ein Portsystem enger oder weiter gestellt werden. Hierdurch läßt sich eine mäßiggradige Gewichtsreduktion erzielen.
Magenschlauch („sleeve“): Der Magen wird durch eine Operation so verkleinert, daß eine deutliche Gewichtsreduktion erzielt werden kann. Der Eingriff ist kleiner als ein Magenbypass (s.u.), der Effekt ist geringer.
Magenbypass: Durch die operative Maßnahme wird der Nahrungswegsweg so umgestaltet und verkürzt, daß über den Dünndarm nur wenige Nahrungsbestandteile aufgenommen werden können. Folgen sind erhebliche Gewichtsabnahmen, oft Durchfälle und die Notwendigkeit, lebenslang Mineralstoffe und Spurenelemente zu ersetzen.
Ansprechpartner in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sind:
Chefarzt Prof. L. Staib, Oberarzt T. Renz, Oberarzt Dr. T. Feller, Assistenzarzt Dr. C. Poth.
Frau S. Krause-Sählhoff, pflegerische Abteilungsleitung der Klinik
Auskünfte erteilt Frau C. Ammon, Sekretariat der Klinik,
Telefon 0711 - 3103 2601
E-Mail c.ammon(at)klinikum-esslingen.de