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Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie


Endoprothetik

Als Endoprothetik wird der künstliche Gelenkersatz bezeichnet. In unserer Abteilung wurden im Jahr 2007 ca. 270 Hüftprothesen und ca. 150 Knieprothesen implantiert.

Hüftendoprothetik

Hüftgelenksersatz bedeutet Ersatz des Hüftkopfes und Schenkelhalses durch einen Hüftprothesenschaft mit Verankerung im Oberschenkelknochen sowie Ersatz der Hüftgelenkspfanne durch eine Pfannenprothese.
Diese einzelnen Prothesen können auf verschiedene Art und Weise im Knochen verankert werden. Je nach Alter, Gesundheitszustand des Patienten und Knochenbeschaffenheit wählt man eine zementlose oder zementierte Verankerung. Die Anwendung von Zement erlaubt dem älteren Patienten die sofortige Belastung des operierten Beins. Auch die Kombination aus zementiertem Schaft und zementloser Pfanne wird angewendet (Hybridendoprothese).
Unsere Klinik verwendet bei den zementlosen Prothesen ein Modell der Firma ESKA (Lübeck) mit einer grobporigen Oberfläche, welche einem Korallenriff gleicht und somit rasch und sicher zu einem Einwachsen der Prothesenoberfläche in den Knochen führt.
Bei den zementierten Prothesen verwenden wir den Exeter Schaft der Firma Stryker.
Zur Pfanneninnenauskleidung (Inlay) stehen uns sowohl Polyethylen- als auch Keramikinlays zur Verfügung, die Gelenkkopfauswahl besteht aus Keramik- und Metallköpfen.
Unter Berücksichtigung der individuellen Schenkelhals-Offsets implantieren wir bei Notwendigkeit spezielle Hüftprothesenschäfte zur Verbesserung der Gelenkmechanik.
Zur Implantation einer Hüftprothese gibt es verschiedene Indikationen, die sich grob in Unfallfolgen (z.B. verschobene Schenkelhalsbrüche) und Coxarthrose (Gelenkverschleiß) unterteilen lassen.     

Zu weiteren Informationen bieten wir einmal im Monat eine Veranstaltung für Patienten über Prothesen an.

Knieendoprothetik (computernavigiert)

Der Ersatz eines durch Arthrose zerstörten Kniegelenks erfolgt in unserer Klinik durch einen bicondylären Oberflächenersatz, Columbus von Aesculap. Wie bei einer Zahnüberkronung wird der verschlissene Knorpel mit möglichst wenig gesundem Knochen entfernt und die neuen Gleitflächen einzementiert. Die kniegelenksstabilisierenden Bänder werden hierbei belassen. Nur in Ausnahmefällen, wenn das Knie vor der Operation eine hohe Instabilität bietet, werden sogenannte gekoppelte Prothesen verwendet.
Bei der Computernavigation bleibt der Chirurg der Operateur und Kontrolleur, der Computer gibt ihm als Navigator lediglich Informationen um Teile der Operation präziser ausführen zu können.

Schulterendoprothetik

Die Schulterendoprothese wird nur bei schweren Brüchen des Oberarmkopfes, die nicht osteosynthetisch versorgt werden können und schwerer Arthrose eingebaut .
 
Endoprothesenwechsel

Mit zunehmendem Einsatz von künstlichen Hüftgelenken (ca. 120.000/Jahr) kann es auch nach Jahren zur Lockerung der einzelnen Komponenten kommen. In unserer Klinik werden jährlich ca.15 Wechseloperationen durchgeführt.
Auch schwierigste Ausgangssituationen mit ausgedehntem Knochensubstanzverlust an Pfanne und/oder Schaft werden gelöst bis zum totalen Ersatz des Oberschenkelknochens.