Was geschieht bei der ambulanten Vorstellung?
Wenn Sie als Patient von Ihrem Hausarzt in die Chirurgische Klinik überwiesen werden (Überweisung/Einweisung bitte mitbringen), besteht in der Regel der Verdacht auf eine Erkrankung, die chirurgisch zu behandeln ist.
In unserer (-> Spezialambulanz) (KV-Sprechstunde) erfragen wir Ihre Beschwerden und Ihre Krankengeschichte, untersuchen Sie und klären mit Ihnen, ob weitere Untersuchungen vor dem geplanten Eingriff erforderlich sind. Wir werden alle verwertbaren Befunde, die Sie von Ihrem einweisenden Arzt mitbringen, einbeziehen, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Danach werden wir das geplante Operationsverfahren mit Ihnen besprechen und den Aufnahmetermin mit Ihnen festlegen.
Da wir über ein abteilungsübergreifendes Bettenmanagement verfügen, kann es sein, dass Sie von unserer pflegerischen Abteilungsleitung, Frau Krause-Sählhoff, zuhause telefonisch über Ihre Termine informiert werden. (-> Belegungsmanagement)
Wir benötigen von Ihnen eine schriftliche Einwilligungserklärung für die Operation. In der Regel erfolgt sie nach einem erneuten Aufklärungsgespräch auf der Station. Wenn Sie jedoch in unserem ambulanten Operationszentrum operiert werden, erfolgt die schriftliche Aufklärung noch in der Sprechstunde.
Wenn die chirurgischen Aspekte mit Ihnen in der Spezialambulanz besprochen worden sind, so folgt die Vorstellung beim Narkosearzt, entweder sofort, oder am Aufnahmetag. Hierzu füllen Sie bitte unbedingt den gelben Narkose-Fragebogen aus. Dieser Bogen ist für die Narkoseplanung notwendig und gleichzeitig die schriftliche Aufklärung für die Narkose. Unsere Narkoseärzte besprechen mit Ihnen das Narkoseverfahren (Vollnarkose, Rückenmarksnarkose) und das vorgesehene (-> Schmerzkonzept). Uns ist daran gelegen, dass Sie nach der Operation überwiegend schmerzfrei sind und bald wieder selbstständig sind. Hierzu haben wir in der Dickdarmchirurgie ein besonderes Konzept eingeführt (-> Fast-Track Konzept), das wir Ihnen erläutern werden.
Was geschieht auf der Station?
Sind alle Untersuchungen im Vorfeld erledigt, so nehmen wir Sie am Tag vor der Operation auf (außer bei ambulanten Eingriffen), damit die Operationsvorbereitung in Ruhe erfolgen kann. Vor Darmoperationen und anderen größeren Eingriffen im Bauchraum ist eine begrenzte Vorbereitung des Darmes erforderlich. Dies säubert den Darm, erleichtert die Operation und fördert die rasche Heilung bei Darmnähten. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Abführen mit einem halben Liter Magnesiumsulfat (schmeckt bitter) oder mit 2-3 Litern Spüllösung. Das Abführen wird erleichtert, wenn man ein bis zwei Tage vor einer stationären Aufnahme leichte Kost zu sich genommen und viel getrunken hat. Vor einer Operation wird das Operationsfeld rasiert.