Pflegen als Beruf – Menschen begleiten
Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen begleiten und betreuen Patienten aller Altersgruppen während ihres Krankenhausaufenthaltes oder pflegen sie in ihrer häuslichen Umgebung. Sie unterstützen und beraten Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen, die durch Krankheit, Behinderung und Alter in ihrer Selbständigkeit vorübergehend, teilweise oder vollständig eingeschränkt sind.
Während der Ausbildung erwerben Pflegeschülerinnen und -schüler fachliche, soziale und methodische Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung bei Heilung, Erkennung und Verhütung von Krankheiten.
Sie achten die persönlichen Lebenssituation der hilfsbedürftigen Menschen und regen zur individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit an.
Pflegende wenden sowohl präventive als auch rehabilitative Konzepte an und unterstützen kranke Menschen durch seelischen Beistand und lebenserleichternde Maßnahmen in der Endphase ihres Lebens.
Für diese anspruchsvolle Aufgabe bringen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und –pfleger Engagement und Verantwortungsbewusstsein mit.
Theoretische Ausbildung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und beinhaltet 2100 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht. In der Schule vermitteln Lehrer/innen, Ärzt/innen und Fachdozent/innen alle Grundlagen des Pflegeberufes aus folgenden Wissensgebieten:
Erfahrungen vertiefen – Gemeinschaft erfahren
In mehrtägigen Seminaren zu den Themen „Kommunikation“, „Sucht- und Suchtprophylaxe“ und „Sterben und Tod“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag auseinander. Die gemeinsame Gestaltung dieser Tage im Rahmen von Projektarbeiten fördert die Gemeinschaft untereinander.
Praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung beinhaltet mindestens 2500 Stunden und erfolgt überwiegend am Klinikum Esslingen in folgenden Fachbereichen:
Einsatzgebiete außerhalb des Klinikums: Psychiatrie, Sozialstationen, Kinderarzt, Geriatrie, Urologie und Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Praxisanleiter/innen planen die praktische Ausbildung auf den Stationen, vereinbaren Lernziele und leiten die Auszubildenden bei Pflegetätigkeiten an. Sie fördern die Selbständigkeit der Schüler/innen durch Anwendung der Leittextmethode und initiieren selbstorientiertes Lernen (SOL). Regelmäßige Praxisbesuche der Lehrer/innen ergänzen das praktische Ausbildungsangebot.